Das Prinzip der Öldruckwaage basiert auf dem Kräftegleichgewicht zwischen den auf den Kolben einwirkenden Kräften. Eine durch geeichte Gewichte erzeugte mechanische Kraft wirkt von oben auf den präzise in den Zylinder eingelassenen Kolben. Dagegen wirkt der über die Spindel aufgebrachte und durch ein Kalibriermedium übertragene Systemdruck von unten Kraft auf den Kolben aus. Stehen beide Kräfte im Gleichgewicht zueinander beginnt der Kolben im Zylinder zu schweben und der gewünschte Prüfdruck innerhalb des Systems ist erreicht. Jetzt kann der auf dem Prüfling angezeigte Ist-Druck abgelesen und mit dem, durch den aufgelegten Massesatz erzeugte, Soll-Druck im System abgeglichen werden.

Wir produzieren unsere Öldruckwaagen mit einer Ablesegenauigkeit von 0,015 % vom Messwert. Ausgeliefert werden die Druckwaagen mit einem auf nationale und internationale Normale rückführbaren SIKA-Kalibrierzertifikat oder alternativ mit einem DAkkS-Zertifikat. Ohne zusätzliche Kosten können die Druckwaagen an die örtliche Fallbeschleunigung anstatt der Normalfallbeschleunigung von 9,80665 m/s² angepasst werden. Abhängig von der Gebrauchshäufigkeit empfehlen wir eine Rekalibrierung alle 2 bis 3 Jahre.

Die Öldruckwaage Baureihe ODWT misst den Druck auf Grundlage der Formel p = F/A und wird deshalb als Primärnormal eingesetzt. Das mechanische Messprinzip dieser Kalibriereinrichtung bietet höchste Zuverlässigkeit und Beständigkeit über einen langen Zeitraum was Stabilität, Wiederholbarkeit und Genauigkeit angeht. Damit ist sie ideal zur unverfälschten Überprüfung von Druckwandlern, Manometern, Transfernormalen, Aufzeichnungsgeräten, Digitalkalibratoren usw.